Vita Power Lion
Vita Power · Elektrisch · ultra luxury
Ab EUR 900'000
Mit der Lion bringt Vita ihren ersten in Serie hergestellten Elektro-Daycruiser im Premiumsegment auf den Markt. Gefertigt wird das Boot bei der Werft Hodgdon in Maine, die auch den Carbonrumpf für den Maserati Tridente herstellt. Gemäss MBY (2023) übernehmen zwei Motoren mit je 150 kW – zusammen 300 kW – den Antrieb über einen einzigen Mercury-Bravo-Sterndrive. Die Batterie bringt es auf 235 kWh und erlaubt eine Spitzengeschwindigkeit von rund 35 Knoten. Fährt man mit 22 Knoten Reisetempo, reicht die Energie für etwa 90 Minuten; bei ruhigeren 6 bis 7 Knoten dehnt sich die Fahrzeit auf bis zu 10 Stunden aus. Vermutet wird, dass die Lion auf derselben Plattform basiert wie das gemeinsam mit Maserati entwickelte Modell Tridente: Beide Boote sind rund 10,5 Meter lang und bewegen sich bei Reise- und Höchstgeschwindigkeit in vergleichbaren Grössenordnungen. Der Einstiegspreis ergibt sich aus einer Umrechnung von 750.000 £ (netto, zuzüglich Mehrwertsteuer). Hinweis zu abweichenden Angaben: Der Robb Report nennt andere Werte, nämlich 590 PS (umgerechnet etwa 440 kW) sowie einen Basispreis von 1,5 Mio. $. Näheres dazu liefert die Anmerkung zur Antriebstabelle. Wer aktuelle Spezifikationen und Preise braucht, sollte diese vor einer Veröffentlichung direkt bei Vita Power verifizieren.
Technische Daten
- Länge
- 10.67 m
- Batterie
- 235 kWh
- Motorleistung
- 300 kW
- Höchstgeschwindigkeit
- 35 Knoten
Antriebsvarianten
Vita Power V4
- Motoren
- 2x
- Leistung
- 300 kW
- Batterie
- 235 kWh · Vita Power
- Höchstgeschwindigkeit
- 35 kn
- Reichweite
- 70 nm
- Preis
- EUR 900'000
DATA CONFLICT — flagged for resolution before publishing: MBY (2023) lists twin 150kW motors (300kW combined, driving a single Mercury Bravo sterndrive), a 235kWh battery, top speed ~35 knots, cruise range 33-70nm at 22-7 knots, and a starting price of £750,000 ex VAT (~€900k converted). A separate, undated Robb Report source instead cites 590hp (~440kW) combined output and a $1.5m base price, with battery capacity undisclosed. The large price gap could reflect a genuine increase since 2023, a different trim level, or a reporting error — confirm current spec and pricing directly with Vita Power before publishing.
Was Käufer wissen sollten
Was die 235 kWh im Alltag wirklich bedeuten
Auf dem Datenblatt wirkt die Lion wie ein gewöhnlicher, flotter Tagesausflugsboot: 10,67 Meter Rumpflänge, 300 kW Leistung über einen einzelnen Mercury-Bravo-Sterndrive, 35 Knoten als Topspeed. Dass man sich für diesen Antriebsstrang entschieden hat, scheint kein Zufall zu sein – es ist bewährte Technik, die jede kompetente Werft instand halten kann, während sich das eigentlich Neue, die Elektrik, im Hintergrund abspielt. Aufschlussreicher als die Höchstgeschwindigkeit sind zwei andere Zahlen, die Vita selbst nennt: rund 90 Minuten bei 22 Knoten, oder aber rund zehn Stunden, wenn man sich mit 6 bis 7 Knoten begnügt. Wer schnell unterwegs sein will, muss auf Reichweite verzichten, und umgekehrt – diese beiden Grössen lassen sich nicht gleichzeitig maximieren. Wem dieser Handel nicht zusagt, dürfte spätestens nach der ersten Saison die Freude an diesem Boot verlieren.
Zielpublikum und offene Fragen vor dem Kauf
Am wohlsten fühlt sich die Lion dort, wo Landstrom garantiert vorhanden ist und die Gewässer überschaubar bleiben – etwa auf dem Comer See, dem Genfersee oder entlang der Côte d'Azur. Auch Besitzer grösserer Yachten, die ein ruhiges Beiboot für Tagesausflüge suchen und es abends wieder an die Ladestation bringen, gehören zur naheliegenden Käuferschaft. Dass nur eine einzige Kabine mit einer einzigen Koje an Bord ist, zeigt deutlich: Hier geht es um den Tag, nicht um mehrtägige Törns. Wer Überfahrten über längere Strecken plant, findet in den technischen Daten keinerlei Hinweis darauf, dass die Lion dafür gedacht wäre.
Preislich liegt die Lion bei 900.000 Euro und damit klar im oberen Segment – allerdings günstiger als ihr aus Carbon gefertigtes Schwestermodell Maserati Tridente, das offenbar auf derselben technischen Basis aufbaut, jedoch zu einem spürbar höheren Preis angeboten wird. Damit erscheint die Lion als die nüchternere Option der beiden. Bevor man bestellt, lohnen sich zwei Rückfragen: Zum einen stammen die genannten Leistungswerte aus Presseberichten und nicht aus einer unabhängigen Messreihe; zum anderen wurden die ersten Boote bei Hodgdon in Maine gebaut, weshalb sich der aktuelle Produktionsstandort für eine Neubestellung erst noch bestätigen lässt.
Verfasst auf Grundlage der vom Hersteller veröffentlichten Daten und des Marktumfelds, nicht aufgrund eigener Probefahrten. Bestätigen Sie alle Angaben vor dem Kauf beim Hersteller.


