Nimbus 305 Coupe E-Power
Nimbus · Elektrisch · entry
Ab EUR 265'000
Nimbus gibt für die 305 Coupe E-Power folgende Werte aus der eigenen Werftspezifikation an – die Werft baut bereits seit 2009 Elektroantriebe, die vorliegende Konfiguration ist seit 2015 lieferbar: Ein Torqeedo Deep Blue 50i mit 1400 rpm sorgt für den Vortrieb, gespeist aus einer einzelnen BMW-i3-Batterie mit 42,2 kWh. Der Ladevorgang dauert 16 Stunden an 230 V, mit 380 V lässt sich die Zeit auf 8 Stunden verkürzen. Wer mehr Reserve möchte, kann optional ein schnellladefähiges Doppelpaket ordern, bestehend aus 2 × 42,2 kWh, zusammen 84,4 kWh. Bei einer Marschgeschwindigkeit von 5,7 Knoten liegt die Reichweite bei 53 sm, wer auf 3,7 Knoten drosselt, kommt auf bis zu 86 sm. Gebaut ist das Boot auf Nimbus' "Smart-Speed"-Rumpf, der zwischen 0 und 22 Knoten komfortabel bleibt, und jedes Exemplar entsteht erst nach Bestelleingang.
Technische Daten
- Länge
- 10.07 m
- Batterie
- 42.2 kWh
- Motorleistung
- 50 kW
- Reichweite
- 53 nm
Antriebsvarianten
Torqeedo Deep Blue 50i
- Leistung
- 50 kW
- Batterie
- 42.2 kWh · BMW i3
- Reichweite
- 53 nm
- Preis
- EUR 265'000
Offizielle Nimbus-Spezifikation. Optional erhältlich: Doppelpack-Upgrade mit 2x42,2kWh (insgesamt 84,4kWh), schnellladefähig. Ladezeit 16 Std. bei 230V bzw. 8 Std. bei 380V. Bei einer Reisegeschwindigkeit von 3,7kn erhöht sich die Reichweite auf 86sm.
Was Käufer wissen sollten
Für wen sie gedacht ist
Wer nicht bloss einen Sommer, sondern eine ganze Saison auf dem Wasser verbringen will, findet in der 305 Coupe E-Power die passende Ausführung der 305er-Linie. Mit zwei Kabinen, sechs Kojen und einem geschlossenen Steuerhaus im Coupé-Stil eignet sie sich als richtiges Wochenendboot für zwei – selbst bei rauerem Klima oder ausserhalb der Hochsaison, etwa im Frühjahr auf einem der grossen Schweizer Seen. Bemerkenswert ist zudem, dass Nimbus schon seit 2009 elektrische Antriebe fertigt: In einem Markt voller frischer Erstanbieter ist diese Erfahrung Gold wert, spätestens wenn im achten Betriebsjahr ein Ersatzteil gebraucht wird.
Die Zahlen richtig lesen
Setzt man die publizierten 42,2 kWh ins Verhältnis zu den 53 sm Reichweite bei 5,7 Knoten, ergibt sich ein Verbrauch von etwa 0,8 kWh je Seemeile – ein durchaus sparsamer Wert – sowie eine Fahrzeit von gut neun Stunden im Marschtempo. Drosselt man auf 3,7 Knoten, werden aus den genannten 86 sm praktisch ein voller Tag auf dem Wasser. Der eigentliche Engpass liegt jedoch beim Aufladen: 16 Stunden an 230 V sind spürbar mehr als eine Nacht, und die schnellere Variante von 8 Stunden funktioniert nur mit 380-V-Drehstrom – eine Anschlussart, die längst nicht jeder Bootshafen bietet, weder am Mittelmeer noch an heimischen Gestaden. Es lohnt sich also, zuerst den eigenen Steg zu prüfen, bevor man dem Prospekt vertraut. Das optionale Doppelpaket mit insgesamt 84,4 kWh schafft mehr Reichweite, ändert aber nichts an der Ladeinfrastruktur-Frage.
Beim Preis von 265.000 € liegt ein deutlicher Aufschlag gegenüber einem ähnlich grossen 30-Fuss-Diesel-Boot vor, und mit 50 kW Leistung wird dieses Boot nie ins Gleiten kommen. Das ist jedoch kein Mangel, sondern Konzept: Sie ist als Verdränger für Schären und Kanäle gedacht – bewusst so gebaut, nicht aus technischer Not.
Verfasst auf Grundlage der vom Hersteller veröffentlichten Daten und des Marktumfelds, nicht aufgrund eigener Probefahrten. Bestätigen Sie alle Angaben vor dem Kauf beim Hersteller.

